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05.06.2009 | 1989

Das Schicksalsjahr für uns und die ganze Welt

Für uns im Kleinen und für die ganze Welt im Grossen war 1989 ein Schicksalsjahr, hat es doch unser Leben und das vieler Millionen anderer entscheidend verändert. Soweit wir das im Moment abschätzen können, war und werden die Ereignisse rund um den Zusammenbruch des Ostblocks und speziell in Rumänien und in Deutschland DAS historische Ereigniss unseres Lebens sein. Etwas Vergleichbares ist nicht in Sicht - aber man weiß ja nie was kommt.

Durch die Lawine, die 1982 von der Solidarnocs in Polen ausgelöst wurde, sind alle kommunistischen Herrschaften hinter dem sogenannten Eisernen Vorhang hinweggefegt worden, ja die damit einhergehende Druckwelle bzw. der nachfolgende Sog hat den Vorgang einfach zerfetzt und mitgerissen. Was passiert wenn ein dunkler Vorhang vor dem Fenster weggemacht wird? Man kann nach draussen sehen, die Sonne, die Freiheit! So ging es uns...

Ein Leben lang in einem grossen Gefängnis sitzend kann man sich Freiheit nur noch abstrakt vorstellen. Man hört davon, man sehnt sich danach, man weiß nicht wie sie sich anfühlt. Dabei ist es gar nicht so einfach, den Begriff Freiheit richtig einzuordnen. Wir sassen nicht in einer kleinen, Zelle im Gefängnis, wird hatten keine Aufflagen, die es uns verboten hätten, eine Stadt zu verlassen oder in andere Landesteile zu verreisen, wir konnten auch Ferien machen, Wanderen gehen, Fahrrad fahren, Feste feiern. Und rückblickend betrachtet haben wir eine behütete und glückliche Kindheit verbracht. Wenn wir uns unsere Kinder ansehen, die in der freien Welt aufwachsen, wünschen wir uns manchmal, wir könnten Ihnen in Teilen, die Art Kinheit bieten, die wir genossen haben.

Klingt verwirrend und unsinnig? Ist es aber nicht. Freiheit ist vielschichtig. Freiheit kann in Teilen empfunden werden, ist aber selten vollkommen.

Autor: Gottfried D. Orendi
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